Von Fischen, Walen und Möwen
Der Tag heute war eigentlich gut geplant. Wir hatten ja gestern gesehen, dass wir die Fähre um 8:45 Uhr nehmen müssen und uns deshalb um ca. 7:00 Uhr auf den Weg machen sollten.
Gemäß des Zeitplans sind wir aufgestanden und haben gefrühstückt, gespült und zu guter letzt auch noch die Hütte gewischt. In der guten Gewissheit, dass alles voll im Zeitplan ist stand ich nun fast angezogen vor der SDR. Gepäck schon verzurrt, nur noch der Jörg musste sich in seine 4 Jacken zwängen und dann könnte es auch schon losgehen.
Kurz vor den Handschuhen noch den Helm, und dann ….
DER HELM!
Der Helm war noch in der Hütte, der abgeschlossenen Hütte und Herbert ist schon mal vorgefahren und hatte neben den Müll auch schon den Schlüssel in den dafür vorgesehenen Briefkasten geworfen, so meine Vermutung.
Ich ging also vor zur Rezeption und deutete schon von Weitem auf meinen Kopf, um zu signalisieren, dass der Helm fehlt und noch in der Hütte ist.
Angekommen bestätigte Herbert, dass der Schlüssel bereits im Briefkasten liegt.
Neben dem Briefkasten hing ein Gummiseil mit einem Haken, der für die Tür gedacht war. Kurzerhand haben wir das Seil abgenommen und versucht durch den oberen Schlitz des Briefkasten den Schlüssel zu angeln.
Dabei hatte Herbert zunächst wenig Glück und als ich es versuchte, hatte ich auch nichts an der Angel. Ein Versuch, den Schlüssel mit einem Souvenir-Magneten zu erwischen, war ebenfalls erfolglos. Schon etwas angenervt versuchte ich weiter mein Geschick beim angeln. Dabei musste ich an das Kirmesspiel denken, bei dem die Kinder mit einer Magnetangel nach vorbeischwimmende Enten angeln.
Nach gefühlten 50 Versuchen, habe ich dann doch tatsächlich den Schlüssel erwischt und konnte Ihn vorsichtig aus seinem Briefkastengefängnis befreien.
Nachdem mein Helm auf den dafür vorgesehenen Platz war und der Schlüssel wieder in den Knast musste, konnte wir mit etwas Verspätung losfahren.
Die Fähre haben wir 15 min. vor Abfahrt erreicht und waren nach gut 45 min. übergesetzt. Der Sprint zur zweiten Fähre war schon etwas sportlicher. Die Fähre ging um 11 Uhr und das Navi gab uns eine Ankunftszeit von 11:03 Uhr. Ohne die zugelassene Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, haben wir die Zeit aber aufgeholt und waren gerade am Hafen, als die Verladung angefangen hat. Also hat alles geklappt.
Auf der 2 Stündigen Überfahrt gab es leider so gar nichts zu Essen und Kaffee nur gegen Krone, die wir nicht haben.
Endlich in Andenes angekommen, sind wir direkt zum Wal-Safari Büro gefahren, um zu erfahren, frühestens am Sonntag mit einer Tour zu rechnen ist. Bei einem Chicken-Club-Sandwich und free Coffee, habe wir uns dann für 's weiterfahren entschieden. Es hat zwar zwischendurch auch geregnet, aber heute war es gefühlt nicht so kalt und ungemütlich wie gestern. Lag bestimmt auch an dem häufigeren Wechsel der Geschwindigkeit sodass nicht konstant der Wind auf die Hände geblasen hat.
Zu guter Letzt noch zum Möwen-Duell von gestern. Heute ist Herbert vorgefahren und auch er hatte ein Duell mit einer Möwe. Tja, was soll ich sagen … Herbert hat gewonnen! Die Möwe ist wie auch gestern sehr spät gestartet und hat sich für die falsche Richtung entschieden. Damit ist sie direkt in die SAS von Herbert geflogen. Dort hing so auch noch einige Meter, bis Herbert die mittlerweile tote Möwe mit einem beherzten Griff vom Kühler befreite und mir vor das Vorderrad warf.
Ich glaube ja, dass die Möwen hier taub sind und bild obendrein. Normalerweise hätten die uns schon längst hören und sehen müssen.
Nun ja … würde mal sagen es steht 1:1 im Duell Motorrad vs. Möwen.
Am Fähranleger
Blick zurück ...



Ihr macht das beide schon gut Herbert und Jörg gegen den Rest der Welt. Schade, dass die Wal Tour nicht geklappt hat. Wenn das Wetter nicht mitmacht, kann man das nicht vorher planen. Viel Erfolg und gutes Wetter auf der heutigen Fahrt. LG
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