Freitag, 24. Mai 2019

22. Tag -Km 4762 - Taivalkoski - Rovaniemi - "Finnland Rallye mit Sonderprüfung"

Wie der Titel schon sagt, haben wir uns heute wieder schöne Offroad Strecken ausgesucht. Wir sind ca. 100 km nur über Schotterpisten und Forstwege gefahren. Für die Finnen sind das ganz normale Straßen und überall wohnen auch noch Leute. Das erklärt vermutlich, warum aus Finnland die besten Rallye Fahrer kommen.
Auf einem Stück kamen uns so viele Autos entgegen, dass ich meinte das sei bestimmt der Lappenhighway. Entschuldigung. Politisch korrekt wäre Samenhighway, was aber auch irgendwie missverstanden werden kann.
Wir sind da mittlerweile ganz geübt drin. Es wird immer lockerer. Meine Höchstgeschwindigkeit auf Schotter lag heute mal kurz bei 120 km/h. Und dass, obwohl in Finnland nur maximal 100 km/h zugelassen sind. Ich dachte mir aber, hier zu blitzen ist in etwa so langweilig wie Fährmann im Gauja Nationalpark in Lettland, da wird schon keiner sein.
Hat eigentlich einer eine Idee, warum das Motorrad sehr viel besser auf Schotter und unebener Piste läuft, wenn man während der Fahrt steht? Ich habe das immer mal wieder im Video gesehen und tatsächlich, Das Mopped lässt sich viel leichter durch das lockere Geläuf bewegen.

Dann haben wir heute noch Scheehasen gesehen. Also die Vierbeinigen meine ich. Die befinden sich gerade im Wechsel von Winterfell (weiß) zum Sommerfell (grau). Das sieht sehr lustig aus.
Weiterhin hat Jörg, der heute voraus gefahren ist, jede Menge Rebhühner aufgescheucht. Ich sagte ihm, er soll doch mal draufhalten, dann hätten wir ein schönes Abendessen. Na ja, so gab es eben Köttbullar mit Reis.

Un dann die Rentiere. Besonders helle erscheinen die uns nicht. Eines ist erschrocken zwei Meter in den Wald gehüpft, als wir angehalten haben ist es 10 Meter vor uns wieder auf den Weg gegangen. Als wir dann wieder losgefahren sind, ist es wieder zwei Meter in den Wald gehüpft. Wir haben dann direkt neben dran gehalten und das Rentier hat uns angeschaut nach dem Motto: "Was wollen die hier auf meiner Straße?" Nachdem wir weiter gefahren sind, ist es direkt hinter uns wieder auf den Weg gegangen. Jedenfalls sind die Rentiere hier überall und wir müssen schon ganz schön aufpassen.   

Sonderprüfung: SDR auf Schotter


Erinnert mich an den Hirsch aus Jagdfieber

 Viele Grüße vom See

 SDR in ihrem Terrain

 SAS in ihrem Terrain


5 Kommentare:

  1. Waas?! Zu schnell gefahren? Du doch nicht! 😉

    Aber wir kann dich ein Rentier an einen Hirsch mit nur einem halben Geweih erinnern? 🤔

    Die Bilder sind sehr toll! Sieht richtig spaßig aus die Piste!

    Viele Grüße Tanja

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    1. Das mit dem Hirsch aus Jagdfieber kam nur, weil das Rentier genauso behämmert geschaut hat.

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  2. Die Rentiere haben wahrscheinlich gedacht,was wollen denn die Hessen hier. Sehr schöne Bilder. LG ortrud

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  3. Zum fahren im Stehen
    Wenn du auf dem Motorrad sitzt , versuchst du seitliche Schlingerbewegungen unwillkürlich mit dem Körper auszugleichen. Im Stehen gleicht das Motorrad die Schlingerbewegungen durch die Kreiselkräfte selbst aus. So hast du das Gefühl das Motorrad läuft ruhiger. Das ist zumindest meine Meinung. Die Erfahrung habe ich beim Downhill mit dem Rad auch schon gemacht.
    Dirk meint,dass es auch daran liegen kann, dass im Stehen das Motorrad hinten leichter ist, nicht so tief im Schotter einsinkt und dadurch ruhiger läuft.
    Euch noch eine schöne Tour uns noch viele interessante Berichte und tolle Bilder von einer mir unbekannten Welt.

    Viele Grüße

    Armin

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    1. Hört sich plausibel an. Die Kreiselkräfte verleihen dem Motorrad bei höheren Geschwindigkeiten die Stabilität. Deshalb kann ich ja auch 120 fahren ohne ein mulmiges Gefühl zu bekommen. Die Entlastung des Hinterrades würde auch Sinn machen, allerdings habe ich ja immer noch rund 100 kg Gepäck und das semiaktive Fahrwerk haut das Problem mit Traktion und Federung schon weg. Hat Bosch gut gemacht.

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